Erik Lindner


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Frankfurter Buchmesse
Ehrengast 2016
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Erik Lindner

1968, Den Haag.
Lyriker. Dozent. Rezensent.


Erik Lindner ist Gründer und Redakteur der Zeitschrift Terras für internationale Literatur, Essayist und Kritiker. Er veröffentlichte einige Gedichtbände, darunter sein Erstlingswerk Tramontane (1996) und Tafel [Tisch] (2004). 2014 erschien mit Acedia sein jüngster Band. Häufig werden in seinen Gedichten Situationen aus dem täglichen Leben durch kleine, raffinierte Verschiebungen verfremdet, sodass das Sonderbare, Unbehagliche und Absurde im Alltäglichen zu Tage tritt. Seine Lyrik gilt als klar und rätselhaft zugleich, als in sich gekehrt und überaus detailgetreu; sein Schreibstil als parlandoartig und direkt. 2013 erschien sein Debütroman Naar Whitebridge [Nach Whitebridge] über einen Jungen, der bei seiner manisch-depressiven Mutter in Schottland aufwächst. Naar Whitebridge [Nach Whitebridge] ist die Geschichte einer Krankheit und gleichzeitig das feinfühlige Porträt einer verträumten, orientierungslosen Jungenseele. 2012 war Lindner ein Jahr lang DAAD-Stipendiat in Berlin. Er organisierte zahlreiche literarische Veranstaltungen, unter anderem für das Institut Néerlandais in Paris, war Dozent für Kreatives Schreiben an der Gerrit-Rietveld-Akademie und schrieb Poesierezensionen für die renommierte Wochenzeitschrift De Groene Amsterdammer. Sein Werk wurde in drei Sprachen übersetzt.

Links

  http://www.eriklindner.nl/   Niederländische Stiftung für Literatur   Übersetzungen

Übersetzte Bücher

Nach Akedia
Matthes & Seitz Verlag, 2013
Übersetzung von Rosemarie Still



Die besondere Intensität in Erik Lindners Gedichten verdankt sich der hellwachen Aufmerksamkeit seiner Wahrnehmung und dem Zeitenmaß eines Gehenden. Durchlässig für das Sich-Ereignende, sammelt er Geschehnisse, komponiert sie mit feinstem Gespür für die wechselnde Tonalität von bestimmten und unbestimmten Momenten zu Reigen und verleiht ihnen damit erst Raum und Weile, sehr wohl sich bewusst: »Alles, was ist, kann verschwinden.
So gelingt es Erik Lindner nicht nur, unsere Sprach- und Wahrnehmungsmuster auszuhebeln. Er schafft es auch, den Sinn für das Mögliche zu schärfen.

Süddeutsche Zeitung

Diese Deutungsoffenheit ist eine große Stärke von Linders Gedichten, in denen es keine Kausalität gibt, aber dafür "viele kleine Irrtümer", wie ein Titel lautet. Irrtümer, die sich am Ende womöglich als Wahrheit entpuppen.

Der Tagesspiegel