Arnon Grunberg


© Bettina Fürst-Fastré
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Frankfurter Buchmesse
Ehrengast 2016
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Arnon Grunberg

1972, Amsterdam. Schriftsteller, Kolumnist, Essayist und Drehbuchautor.
Seinen literarischen Durchbruch hatte Grunberg 1994 mit dem Roman Blauwe maandagen, einer tragikomischen Geschichte, in der er das angespannte Verhältnis zu seinen Eltern, beide Überlebende des Holocaust, thematisiert. Das Buch wurde ein großer Erfolg, sowohl in den Niederlanden wie auch im Ausland. Ihm folgten zahlreiche weitere Romane. In Tirza (2006) geht es um die verhängnisvolle Liebe eines Vaters zu seiner Tochter; das Werk wurde nicht nur mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit der Goldenen Eule (Gouden Uil) und dem Libris-Preis, sondern auch verfilmt und als Theaterstück auf die Bühne gebracht. Die 2015 erschienene Novelle Het bestand ist eine kritische Satire auf das moderne Leben im virtuellen Raum und zugleich ein Experiment, denn Grunberg ließ seine Gehirnaktivität beim Schreiben aufzeichnen. Im Herbst 2016 kommt sein neuestes Buch Moedervlekken auch in Deutschland heraus. Es handelt von seiner im Jahr zuvor verstorbenen Mutter. Veröffentlicht werden auch deren Memoiren, in denen sie u.a. ihre Zeit in Auschwitz beschreibt. Seit 2010 ist Grunberg Kolumnist der Tagesseitung Volkskrant; seine Beiträge erscheinen täglich auf der Titelseite. Für seine in zahlreiche Sprachen übersetzten Werke wurde er in den Niederlanden wie auch andernorts mit vielen Preisen bedacht.

Links

  Übersetzungen   www.letterenfonds.nl   www.arnongrunberg.com   Nijgh & Van Ditmar   Diogenes   Kiepenheuer & Witsch (Kiwi Verlag)   Lebowski

Übersetzte Bücher

Muttermale
Übersetzung von Rainer Kersten und Andrea Kluitmann
Kiepenheuer & Witsch, 2016
Originaltitel: Moedervlekken (Lebowski, 2016)


















Otto Kadoke arbeitet als Psychiater in einem Krisenzentrum. Er versucht, Menschen mit Selbstmord-absichten von ihren Plänen abzubringen. Als er eines Tages seine pflegebedürftige Mutter besucht, öffnet eine nepalesische Hilfskraft die Tür, nur in ein Handtuch gehüllt. Der Psychiater, sonst immer tadellos professionell, verliebt sich augenblicklich in die junge Frau. Und sieht sich wenig später mit der Situation konfrontiert, dass er sich von nun an alleine um die Pflege seiner Mutter kümmern muss. Als er auch bei einer suizidalen Frau die professionelle Distanz nicht wahrt, kommen sein Privat- und Berufsleben ganz durcheinander. Das Haus seiner Mutter wird ab da zum ambulanten Krisenzentrum für alle, und Kadoke dekliniert Liebe auf ganz neue Weise: fürsorglich.
Famos, vollkommen und ergreifend.

de Volkskrant

Anders als alle anderen Mutter-Sohn-Bücher... Eine Ode an das Leben.

Het Parool