Ben Gijsemans


© sarah oyserman
}
Frankfurter Buchmesse
Ehrengast 2016
EN NL DE

Ben Gijsemans

1989, Lier. Macht Comics. Mag Museen. Glaubt an die stille Kraft.

Ben Gijsemans studierte Audiovisuelle Künste an der Kunsthochschule in Gent und Graphic Novel am Sint Lucas Institut in Brüssel. Die Jury war von seiner Abschlussarbeit so begeistert, dass sie Gijsemans davon überzeugen konnte, ein Kapitel daraus zu einer vollständigen Graphic Novel auszuarbeiten. Hubert erschien 2014 auf Niederländisch und wurde von der Presse hoch gelobt. Dieses Debüt erlangte auch sofort internationale Anerkennung, mit Übersetzungen auf Französisch, Englisch und Deutsch. Gerühmt wurde Gijsemans für den Rhythmus in seinem Comic, sein Stil wurde als slow comic charakterisiert. Derzeit arbeitet der Autor an Aaron, dem zweiten Teil einer geplanten Trilogie.

Ein typisches Pressezitat: „Der Debütant Ben Gijsemans zeichnet so treffsicher und atmosphärisch dicht, dass man sich fragt, ob sich hinter dem Namen nicht ein erfahrener Großvater versteckt anstelle eines Fünfundzwanzigjährigen.“

Links

  http://www.bengijsemans.com/   Übersetzungen   Oogachtend   Jacoby & Stuart

Übersetzte Bücher

Hubert
Jacoby & Stuart Verlag, 2016
Übersetzung von Maria Holtrop, Edmund Jacoby
Originaltitel: Hubert (Oogachtend, 2014)



Die großartigen leisen Bilder dieses talentierten belgischen Künstlers lassen niemanden kalt, ebensowenig das stille Leben seines Protagonisten Hubert. Aus ganzem Herzen wünscht man Hubert, dass er einen Menschen findet, der ihn aus seiner Einsamkeit befreit.
Das Leben des introvertierten Hubert besteht aus Museumsbesuchen in Brüssel, London und Paris. Er spricht nur mit wenigen Menschen, und wenn, dann nur über Museen und Kunst. In den Museen fotografiert er die Bilder, die ihm gefallen – im allgemeinen solche von schönen Frauen – und kopiert diese Gemälde dann zu Hause. Es gibt nur eine lebendige Person, die ihn wirklich fasziniert, und das ist eine Frau im Haus gegenüber, deren Balkon er aus seinem Fenster sehen kann. Als sie bemerkt, dass er sie fotografiert, scheint sie erschrocken und zeigt sich nicht mehr. Hubert aber malt sie. Das erste Mal, dass ihn eine echte Person inspiriert. Das lässt hoffen …
Der in Brüssel lebende Gijsemans findet hier aber einen ganz eigenen Erzählton, wenn er vom zurückgezogen lebenden Kunstliebhaber Hubert erzählt, der mit der Möglichkeit des Ausbruchs aus seiner Einsamkeit konfrontiert wird.

dreimalalles.info

Es passiert so gut wie nichts auf den 86 Seiten von „Hubert“, und doch ändert sich für die Titelfigur die Welt. […] Wie Gijsemans diese schlichte Geschichte präsentiert, ist die schöne Überraschung.

Andreas Platthaus (FAZ)