Bette Westera


© Chris van Houts
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Frankfurter Buchmesse
Ehrengast 2016
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Bette Westera

Doesburg, 1958

Bette Westera studierte Grundschulpädagogik und Psychologie, war Lehrerin, Sekretärin und gab Religionsunterricht.  Sie ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

Bette Westera versteht es, Ernst und Humor miteinander zu verbinden. Ihre Geschichten  und Gedichte stecken voller Fantasie, und doch kann sich jeder darin sofort wiedererkennen. So erzählt ihr preisgepreisgekröntes Bilderbuch Held op sokken [Held auf Socken] etwa von einem Ritter, der für seine Kollegen alle ungeliebten Arbeiten erledigen muss. Anstatt die Drachen zu fangen, darf er sie hernach lediglich zu Hackfleischbällchen verarbeiten  -  aber ausgerechnet die Hackfleischbällchen machen Eindruck auf die Prinzessin. Ihr Band Doodgewoon [Überall & Nirgends] behinhaltet demgegenüber traurige und zuweilen fast heitere Gedichte über den Tod.  Ihr vielfach ausgezeichnetes Werk wird häufig verglichen mit dem der weltberühmten  niederländischen Kinderbuchautorin Annie M.G. Schmidt.

Links

  Nederlands Letterenfonds   http://www.bettewestera.nl/   Übersetzungen   Gottmer   Susanna Rieder Verlag

Übersetzte Bücher

Überall & Nirgends
Illustration: Sylvia Weve
Übersetzung von Rolf Erdorf
Susanna Rieder Verlag, 2016
Originaltitel: Doodgewoon (Gottmer, 2015)



In diesem außergewöhnlichen Gedichtband geht es um ein zentrales Thema: den Tod. Wir begegnen Toten in den unterschiedlichsten Formen: einer Oma, einem Schiffsjungen, einer Mutter, einer Katze, einem Hund, einem Mitschüler, einem ungeborenen Kind, einem unangenehmen Ehemann … Dabei reicht die Spannweite von tieftraurigen Abschiedsgedichten über Grabinschriften bis hin zu Gedichten über Begräbnisrituale und verschiedene Arten des Trauerns in anderen Kulturen. Das Buch beschönigt nichts, Trauer, Angst, Aufbegehren und Resignation werden deutlich benannt. Trotzdem ist es nicht zuletzt durch den Humor der Dichterin und die opulenten, facettenreichen Bilder der Illustratorin keineswegs deprimierend oder makaber. Der Tod wird mitten ins Leben geholt und gerade darin liegt auch etwas Tröstliches.