Bram Dehouck


© Liesbeth Kuipers
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Frankfurter Buchmesse
Ehrengast 2016
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Bram Dehouck

1978, Poperinge. Schrifsteller.

Mit seinen Büchern erntet Bram Dehouck von Anfang an viel Erfolg. Bereits 2007 erscheint das Non-Fiction-Buch Het meisje dat vergeet, in dem er über ein persönliches Drama berichtet: Seine Schwester hat durch einen Verkehrsunfall das Gedächtnis verloren, was sich auf Familie und Umfeld auswirkt.

2009 gab er mit De minzame moordenaar sein Debüt als Romanschriftsteller. Der Roman wurde 2010 mit zwei Preisen ausgezeichnet. Bereits auf der ersten Seite weiß der Leser, wer der Böse ist – das sei ein origineller Spannungsaufbau, der „sogleich Meisterschaft beweist“, wie die Jury von  'De Gouden Strop' urteilt. Es folgt Een zomer zonder slaap (2011), ein psychologischer Thriller über ein Dorf, das unter den Auswirkungen eines Windparks leidet. Wieder gibt es viel Lob auch für dieses Buch, das den Preis 'Gouden Strop 2012' und den Publikumspreis 'Knack Hercule Poirot' gewinnt. 2014 erscheint dann die deutsche Übersetzung (btb Verlag), 2015 bzw. 2016 folgen die englische (World Editions) und die französische (Galaade Éditions) Übersetzung. 'Raven Crime Reads' charakterisiert das Buch als „the blackest version of Midsomer Murders you could possibly imagine with a tinge of Scandinavian crime fiction“. Auch Dehoucks Roman Hellekind (2012), über einen Hausarzt, der seinen Sohn für einen potentiellen Psychopathen hält, wurde vielfach übersetzt und erlangte im Ausland großen Erfolg. Sehnsüchtig wird sein neuer Roman Witte Raaf erwartet, der im Herbst 2016 erscheint.

Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet Dehouck auch als Kommunikationsleiter bei einer Krankenversicherung, 'Christelijke Mutualiteit' (CM).

Links

  https://bramdehouck.wordpress.com/   Flämische Literaturfonds   Übersetzungen   BTB   De Geus

Übersetzte Bücher

Der Psychopath
BTB Verlag, 2016
Übersetzung von Stefanie Schäfer
Originaltitel: Hellekind (De Geus, 2012)




















Leseprobe

Sam ist anders als andere Kinder. Das merken seine Eltern früh. Doch der Arzt und die Krankenschwester können damit umgehen. Sams Verhalten wird erst zum Problem, als er in die Schule kommt. Niemand hat den aufbrausenden Jungen im Griff. Während seine Mutter glaubt, der Sohn werde gemobbt, ist sein Vater Chris mehr und mehr davon überzeugt, dass mit Sam etwas nicht stimmt. Manisch sammelt er Fachartikel, die beweisen sollen, dass sein Sohn ein geborener Psychopath ist. Als Sam eines Tages einer Katze den Bauch aufschlitzt, um nachzusehen, was sich darin verbirgt, versteift sich Chris immer mehr auf seine Theorie. Und er sieht nur eine Lösung. Eine Lösung, die ein Vater sonst nie wählen würde: Er will den eigenen Sohn umbringen …


Bram Dehouck beschreibt präzise die Manipulationsversuche innerhalb von Familien.

de Volkskrant

Dehouck erweist sich erneut als Meister des dicht erzählten Thrillers. Wie kein zweiter versteht er es, seine Leser hinters Licht zu führen.

NRC Handelsblad