Cees Nooteboom


© Simone Sassen
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Frankfurter Buchmesse
Ehrengast 2016
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Cees Nooteboom

1933, Den Haag
Autor, Dichter, Reisender, Kunstbetrachter.

Cees Nooteboom zog nach seiner Schullaufbahn an Klosterschulen per Anhalter durch Europa – eine Begebenheit, die er für seinen Debütroman Philip en de anderen (1955) (Philip und die anderen, 1958/2003) verwendete. Mit Rituelen (1980) (Rituale, 1985) gelang Nooteboom der Durchbruch beim großem Publikum. Für diesen Roman wird ihm der F. Bordewijkprijs und der Pegasusprijs zuerkannt. Jüngere Werke des Autors sind der Roman Paradijs verloren (2004) (Paradies verloren, 2005), Rode regen (2007, Kolumnen, Erinnerungen, Gedichte), (Roter Regen, 2007), 's Nachts komen de vossen (2009) (Nachts kommen die Füchse, 2009) und Brieven aan Poseidon (2012) (Briefe an Poseidon, 2012). Außer Romanen, Lyrik und Reisegeschichten schrieb er auch mehrere Theaterstücke sowie Essays über Kunst, etwa die 2016 erscheinende Monographie über Hieronymus Bosch. Nooteboom ist für seine anspruchsvollen Inhalte und die internationale Ausrichtung seines Werks bekannt. Seine Bücher werden in über dreißig Sprachen übersetzt. Für sein Gesamtwerk wurde er 1992 mit dem Constantijn Huygens-prijs gewürdigt. Er wohnt abwechselnd auf Menorca (Spanien) und in Amsterdam. 2004 erhielt er mit den P.C. Hooft-prijs und 2009 nahm er aus Händen des belgischen Königs Albert den renommierten Prijs der Nederlandse Letteren entgegen, den die Nederlandse Taalunie alle drei Jahre vergibt.

Links

  Übersetzungen   Cees Nooteboom   Dutch foundation for literature   De Bezige Bij   Suhrkamp   Schirmer/Mosel Verlag   Klaus Wagenbach   Atlas Contact

Übersetzte Bücher

Reisen zu Hieronymus Bosch
Übersetzt von Helga van Beuningen
Schirmer / Mosel Verlag, 2016
Originaltitel: Hieronymus Bosch (De Bezige Bij, 2016)



Im Frühjahr 2016 begeht die Welt den 500. Todestag von Hieronymus Bosch (um 1450–1516). Der Prado in Madrid bat zu diesem Anlass Boschs Landsmann, den Schriftsteller Cees Nooteboom, an einer Dokumentation über diesen wohl rätselhaftesten Maler der frühen Neuzeit mitzuwirken. Und so reiste Nooteboom nach Lissabon, Gent, Rotterdam, Madrid und ‘s-Hertogenbosch, um eine neue Begegnung zu suchen mit dem Meister, mit dem er seit seinen Studententagen vor 60 Jahren vertraut ist. Und der ihm dennoch – wie uns allen – auf immer neue Weise fremd bleiben muss, weil seine surrealen Phantastereien über tierköpfige Menschen und groteske Ungeheuer, die zwischen Hölle und Paradies ihr seltsames Unwesen treiben, Staunen und Verstörung zugleich hervorrufen. In seinem fulminanten Text schildert Nooteboom seine Annäherungsversuche an sieben Bilder Boschs zwischen persönlicher Reflexion, kunsthistorischer Exegese und Erkenntnissen im Restaurierungsatelier. 60 Abbildungen von Gemälden und Details illustrieren diese ebenso nachdenkliche wie unterhaltsame literarische Reise, die zu einem holländisch-spanischen Gipfeltreffen von Text und Malerei gerät.
Seine eindringlich formulierten Gedanken über die jeden Betrachter betörende wie verstörende Surrealität der Malerei Boschs verbinden zwei Künstler über fünf Jahrhunderte hinweg. Sie finden in Bildern und Worten zusammen und belegen ihre jeweils singuläre Stellung. Von dieser Symbiose kann man als Leser nur profitieren.

Andreas Müller, Echo

Eine beeindruckende und einzigartige Stimme im Chor der modernen Autoren.

The New York Times

Nooteboom ist ein Romancier der großen Themen, aber er ist niemals ungeschickt dabei. Er bindet philosophische Träumereien in alltägliche Beobachtungen ein, sodass seine Ideen sich an dich heranschleichen, unerwartet auftreten, atemberaubend, wie verborgene Schätze an verlassenen Orten.

Jennifer Vanderbes, The Washington Post

Er ist viel mehr als ein kleinstädtischer Geschichtenerzähler aus dem 20. Jahrhundert, Cees Nooteboom steht für eine beeindruckende und einzigartige Stimme unter den zeitgenössischen Autoren.

The New York Times Book Review