Chris De Stoop


© Michiel Hendryckx
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Frankfurter Buchmesse
Ehrengast 2016
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Chris De Stoop

1958, Sint-Gillis-Waas.
Schriftsteller. Investigativer Journalist.


Chris De Stoop studierte Germanistik und Kommunikationswissenschaft an der KU Löwen. Er schreibt für die Wochenzeitung Knack, vornehmlich über soziale Probleme im In- und Ausland. Sein erstes Buch Ze zijn zo lief, meneer, in dem er den internationalen Frauenhandel anprangert, erschien 1992. Damit landete er sogleich einen Bestseller, die BBC verarbeitete das Buch zu einem Dokumentarfilm. Auch Haal de was maar binnen (1996), das sich mit der Ausweisung von Illegalen in Europa beschäftigt, hat ion der Folge viel bewirkt. In verschiedenen Ländern wurden parlamentarische Untersuchungskommissionen eingerichtet, die zur Zerschlagung von kriminellen Vereinigungen und einer veränderten Politik führten. Ik ben makelaar in hasj (1998), über den internationalen Drogenhandel, wurde mit dem Gouden Uil Lezersprijs ausgezeichnet. In seinem jüngsten, zugleich auch persönlichsten Buch Dit is mijn hof (2015) beschäftigt er sich mit den existenzbedrohenden Folgen der gegenwärtigen Wirtschaftspolitik für die kleinen landwirtschaftlichen Familienbetriebe. Dieses Buch erhielt 2016 den Confituur Boekhandelsprijs, den Preis der unabhängigen Buchläden Belgiens. Sein Werk wurde bereits in zehn Sprachen übersetzt.

Links

  Übersetzungen   http://www.chrisdestoop.be   Flämische Literaturfonds   De Bezige Bij   S. Fischer

Übersetzte Bücher

Das ist mein Hof
Fischer Verlag, 2016
Übersetzung von Birgit Erdmann
Originaltitel: Dit is mijn hof (De Bezige Bij, 2015)



























Chris De Stoop hat mit seinem Buch Das ist mein Hof. Geschichte einer Rückkehr, ein Bestseller in den Niederlanden, eine brillante literarische Reportage über das Verschwinden der bäuerlichen Lebensform geschrieben.

Chris De Stoop verbrachte seine Kindheit auf dem Bauernhof. Er liebte das Herumstromern mit seinem Bruder, den Geruch in den Ställen. Als sein Bruder den Hof übernahm, zog es ihn in die Ferne. Als Journalist war er in der ganzen Welt unterwegs. Doch als sein Bruder stirbt, kehrt er zurück auf den elterlichen Hof. Schmerzlich realisiert er, wie die Welt seiner Kindheit immer mehr verdrängt wurde und ein Leben als Bauer nicht mehr möglich ist. Einfühlsam stellt er diesen Verlust dar, indem er erzählerisch gekonnt zwischen seinen farbigen Erinnerungen und der harten Realität von Zwangsenteignung und Umsiedlung wechselt. Eine ebenso persönliche wie berührende Geschichte von der Sehnsucht nach einem Leben auf dem Land und dem europaweiten Verschwinden kultivierter Landschaften.
'Das ist mein Hof' ist das wundervolle, Partei ergreifende Buch eines engagierten Stilisten, der ein großes gesellschaftliches Thema erörtert und zugleich wie nebenbei einen wichtigen Teil seines Lebens offenbart.

Walter Lotens (DeWereldMorgen)