Guido van Driel


© Ringel Goslinga
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Frankfurter Buchmesse
Ehrengast 2016
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Guido van Driel

1965, Amsterdam. Comiczeichner. Filmregisseur.

Guido van Driel arbeitet als Illustrator für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften und als Regisseur von Dokumentationen und Filmen. Sein Debüt gab er 1994 mit dem Comic-Buch Vis aan de wand, darauf folgte Mijnheer Servelaat neemt vakantie (1996). Beide Bücher wurden preisgekrönt. Danach erschien 2000 De Fijnproever, eine Geschichte, die im Amsterdamer Rotlichtviertel spielt.
Er veröffentlichte außerdem Toen we van de Duitsers verloren (2002) / Als wir gegen die Deutschen verloren, über die Fußball WM 1974 und Om mekaar in Dokkum (2004). Sein erster Kinofilm, Wederopstanding van een klootzak / Die Auferstehung ist ein Arschloch, basiert auf seiner Graphic Novel Om mekaar in Dokkum und war 2013 der Eröffnungsfilm auf dem Internationalen Filmfestival in Rotterdam. Sein Werk wurde unter anderem auf Deutsch und Französisch übersetzt.

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Übersetzte Bücher

Als wir gegen die Deutschen verloren haben
Avant-Verlag, 2016
Übersetzung von Annelie David
Originaltitel: Toen we van de Duitsers verloren (Oog & Blik, 2012)























Leseprobe

Es sind noch Sommerferien in Holland am 8. Juli 1974. Am Vortag wurde das WM-Finale verloren. Jonas und Daan lernen sich kennen und verbringen die Ferien zusammen. Die unbeschwerten Tage werden durch die Nachricht vom Verschwinden ihrer Mitschülerin Helene getrübt. Sie wurde seit Tagen nicht mehr gesehen und man muss das Schlimmste befürchten ...
Zeichner, Autor und Regisseur Guido van Driels Als wir gegen die Deutschen verloren haben muss als autobiografischer Roman gelesen werden.
In unnachahmlichem Stil porträtiert er eine Momentaufnahme seiner Kindheit, untermalt von kräftigen Farben und dem satten Grün eines Fußballfeldes. Hinter bunter Tapete und Glamrock verweben sich die alltäglichen Erlebnisse der Jugendlichen mit dem dramatischen Verschwinden der kleinen Helene.


Van Driel verdichtet und verschiebt seine Erzählmomente auf subjektive Weise – ein Abbild von Erinnerung, die ständig in Bewegung ist, nie statisch, und das passt, weil der Comic dezidiert als ein autobiographisch inspirierter ausgewiesen ist.

Andreas Platthaus (FAZ-Blog)