Herman Koch


© Brian Wilson
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Frankfurter Buchmesse
Ehrengast 2016
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Herman Koch

1953, Arnhem.
Früher launenhafter Teenager. Fernsehmacher. Schriftsteller.


Herman Koch ist ein gefeierter Fernsehmacher – seine satirische TV-Serie Jiskefet wurde fünfzehn Jahre lang sehr erfolgreich ausgestrahlt - Kolumnist und Autor. Sein Debüt als Schriftsteller feierte er mit dem Erzählband De voorbijganger (1985) – er handelt von Einzelgängern, die sich von ihrer Umgebung unverstanden fühlen. Der Ton seines ersten Romans Red ons, Maria Montanelli (1989) , zugleich Beichte und Schimpfkanonade eines Opfers der Montessori-Pädagogik und der versnobten Amsterdammer Upperclass, erinnert an Salinger. In seinen nachfolgenden Romanen entwickelte Koch einen ironisch-realistischen  Erzählstil- ein Autor auf der Suche nach menschlichen Dramen, die es zu beschreiben lohnt. Seine Protagonisten  leiden unter der Sinnlosigkeit ihres Daseins, fühlen sich ungerecht behandelt, wollen einen Ausweg finden. 2009 erschien Het diner (Angerichtet, 2010), das Hermann Koch zu Weltruhm verhalf. Die Rechte an dem Buch wurden in mindestens 37 Länder verkauft und der Roman stand monatelang auf den niederländischen Bestsellerlisten und wochenlang auf der Bestsellerliste von The New York Times. Weltweit wurden mehr als 2, 5 Millionen Exemplare von Het Diner verkauft und Anfang 2017 findet die Premiere der amerikanischen Verfilmung mit Richard Gere in der Hauptrolle statt. Kochs jüngster Roman Geachte heer M. (Sehr geehrter Herr M., 2015) erhielt 2014 lobenden Kritiken.

Links

  http://www.hermankoch.nl/   Niederländische Stiftung für Literatur   Übersetzungen   Ambo | Anthos   Kiepenheuer & Witsch (Kiwi Verlag)

Übersetzte Bücher

Sehr geehrter Herr M.
Kiepenheuer & Witsch Verlag, 2015
Übersetzung von Christiane Kuby und Herbest Post
Originaltitel: Geachte heer M. (Ambo Anthos, 2014)


















Der früher allseits gefeierte Autor M. bekommt Post von einem Leser. Post mit drohendem Unterton. Der Absender habe wichtige Informationen für ihn. M. hatte seinen größten Erfolg vor vielen Jahren mit einem Roman, der auf einem wahren Fall beruhte: Er schrieb einen Thriller über das ungeklärte Verschwinden eines Lehrers, ein Fall, der damals landesweit Schlagzeilen machte. Dieser Geschichtslehrer hatte eine kurze Affäre mit einer bildhübschen Schülerin und wurde zuletzt gesichtet, als er die Gymnasiastin und ihren neuen Freund in einem Ferienhaus im Süden Hollands aufsuchte. Die literarische Umsetzung dieses Kriminalfalls hat M. seinerzeit berühmt gemacht, doch heute ist sein Stern gesunken. Geradezu brennend aber interessiert sich neuerdings M.s geheimnisvoller Nachbar für ihn. Was hat er mit der jahrelang zurückliegenden Geschichte zu tun? Was führt er im Schilde?
Ein Volltreffer. Kompositorisch komplexer als die Vorgänger, aber kein Quäntchen weniger spannend. Der Roman birst vor Energie und hat ein Tempo, dass man sich in der 1. Klasse des Thalys wähnt.

De Morgen