Leon de Winter


© Foto: Marco Okhuizen/ laif
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Frankfurter Buchmesse
Ehrengast 2016
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Leon de Winter

1954, ’s-Hertogenbosch
Autor, Filmemacher, Essayist.

Leon de Winter debütierte 1976 mit dem Erzählband Over de leegte in de wereld (Über die Leere in der Welt). Für seinen ersten Roman De (ver)wording van de jonge Dürer (1978) (Die (Ver)Bildung des jüngeren Dürer, 1986/1992) erhielt er einen Debütpreis. Im Jahre 1986 erschien Kaplan (Leo Kaplan, 2001) über den Schriftsteller Leo Kaplan, der an einer Schreibblockade leidet und ein unbezwingbares Bedürfnis nach Fremdgehen hat. Kaplan war ein Erfolg und entpuppte sich als der erste Teil einer Reihe von Romanen über die Suche nach dem Ursprung, die anders geschrieben waren als de Winters früheres Werk. Er wurde ein Bestsellerautor, und zwar nicht nur in den Niederlanden, sondern auch im Ausland. Seine jüngsten Werke sind Het recht op terugkeer (2008) (Das Recht auf Rückkehr, 2009), VSV (2012) und Geronimo (2015), (Geronimo, 2016). Letzterer ist eine Spionagegeschichte und ein literarischer Roman über Osama bin Laden, in dem Fakten und Fiktion miteinander verwoben werden. De Winter publiziert regelmäßig Kommentare in niederländischen und deutschen Zeitungen und Zeitschriften. 2005 erhielt er die Buber-Rosenzweig-Medaille, eine Auszeichnung für seinen Einsatz gegen antisemitische und rassistische Tendenzen. Er ist mit der Autorin Jessica Durlacher verheiratet; seine Tochter Solomonica debütierte 2014 ebenfalls im Alter von 17 Jahren mit einem Roman.

Links

  www.leondewinter.nl   Übersetzungen   Dutch foundation for literature   De Bezige Bij   Diogenes

Übersetzte Bücher

Geronimo
Übersetzt von Hanni Ehlers
Diogenes, September 2016
Originaltitel: Geronimo (De Bezige Bij, 2015)










In Geronimo spielt Leon de Winter mit den Fakten rund um die Entdeckung von Osama Bin Laden. Im Roman soll der Gründer von al-Qaida, der Terrororganisation, die für die Anschläge vom 11. September 2001 verantwortlich waren, gar nicht getötet worden sein. Damit berührt de Winter ein gerade nahezu quälend aktuelles Thema, das mit dem Aufkeimen und der konstanten Bedrohung von Organisationen wie der IS die gesamte Welt immer noch eisern im Griff hat. Der Roman ist nach Bachs Goldberg-Variationen aufgebaut: 32 Teilstücke, von denen das erste und letzte identisch sind.
Leon de Winter hat etwas zu erzählen, und er tut es so gut, daß man nicht genug davon bekommen kann.

Der Tagesspiegel