Leonard Nolens


© Eline Van Riet
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Frankfurter Buchmesse
Ehrengast 2016
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Leonard Nolens

1947, Bree. Lyriker. Tagebuchschreiber. Übersetzer.

Leonard Nolens gab sein Debüt 1969 und hat seither ein umfangreiches Oeuvre publiziert, bestehend aus Gedichten und Tagebüchern. Er gilt als einer der bedeutendsten noch lebenden Lyriker niederländischer Sprache, und sein Werk wurde vielfach preisgekrönt, unter anderem mit dem 'Prijs der Nederlandse Letteren', der höchsten Auszeichnung in den 'Lage Landen'. 2009 erscheint Dagboek van een dichter 1979 – 2007, das alle bereits publizierten Tagebücher enthält und einen einzigartigen Einblick in das Denken eines Dichters ermöglicht. Seine gesamtes poetisches Oeuvre wurde 2012 in dem Band Manieren van leven. Gedichten 1975 – 2011 veröffentlicht. Danach erschien der sehr persönliche Band Opzichtige stilte (2014). Leonard Nolens verbindet meisterhaft die Musikalität der niederländischen Sprache mit dem Nachdenken über Identität, Leben und Liebe. Der Band Bres, in Deutsch unter dem Titel Bresche bei der Edition Rugerup erschienen, markiert die wichtigste Entwicklung im Oeuvre von Leonard Nolens. Sein Werk wurde in mehr als fünfzehn Sprachen übersetzt.

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Die Leere, die Löcher, die im Leben des Dichters aufklaffen, sein Innerstes werden zu unseren Löchern, zu unserer Leere. Das macht diese Lyrik aus: Nolens zu lesen heißt, mit Nolens zu fühlen, mit ihm schuldig zu sein, mit ihm zu schimpfen, aber auch von Nolens ausgeschimpft zu werden, hineingezogen zu werden in Nolens‘ schwarzes Loch. Und das ist nicht angenehm, das tut weh. Es macht einen schwindeln, es haut einen um. Und das ist, was Dichtung soll.

Bouke Vlierhuis - Meander