Murat Isik


© Merlijn Doomernik
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Frankfurter Buchmesse
Ehrengast 2016
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Murat Isik

1977, Izmir
Autor, Kolumnist, Geschichtenerzähler.

Murat Isik kam mit fünf Jahren aus der Türkei in die Niederlande. Er studierte Jura und gewann 2011 einen wichtigen Schreibwettbewerb. Ein Jahr später debütierte er erfolgreich mit dem Roman Verloren grond (Das Licht im Land meines Vaters, 2016) einem stimmungsvollen, klassisch anmutenden Familienroman, der sich an die Geschichten von Isiks Eltern anlehnt. Für sein Debüt wurde Isik mit dem De Bronzen Uil Publieksprijs ausgezeichnet; das Buch wird ins Schwedische, Türkische und Deutsche übersetzt. Isik schreibt ebenfalls regelmäßig Kolumnen.

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Übersetzte Bücher

Das Licht im Land meines Vaters
Übersetzt von Gregor Seferens
Arche, 2016
Originaltitel: Verloren grond (Anthos, 2012)


Der zehnjährige Miran wächst in den 1960er Jahren in dem Dorf Sobyan auf, das einst von Armeniern besiedelt war. Er ist der zweitälteste Sohn der Familie Uslu, die dem kurdischen Volk der Zaza angehört. Mirans Vater Selim ist Viehhirte und ein beliebter Geschichtenerzähler, seine Mutter eine schöne und einflussreiche Frau. Die Uslus führen ein karges, aber gutes Leben – bis ein Lehrer aus der Hauptstadt ins Dorf kommt, der den Kindern auf Anordnung der Regierung Türkisch beibringt. Miran heißt nun Mehmet, und der Stolz seines Vaters verursacht ein Unglück, das alles für immer verändert. Ein packender Familienroman vor dem Hintergrund der türkischen Geschichte des 20. Jahrhunderts: dem Konflikt zwischen Sunniten und Aleviten, dem Völkermord an den Armeniern, dem rückständigen Land und dem rasanten Wirtschaftsboom in den Städten.
Wunderbar, farbenreich und so rührend, dass einem die Tränen plötzlich über die Wangen laufen.

Flow

Das Licht im Land meines Vaters ‘haut einen um‘, wie man so sagt. Isiks Stil ist dermaßen natürlich, dass man ihn nach einer Weile nicht mehr bemerkt und sich von der Geschichte mitreißen lässt, von den lebensechten Personen, den mit viel Gefühl für Timing aufgebauten Szenen.

De Standaard

Ein unniederländischer Debütroman. Gut geschrieben, stark und mitreißend, und so grundlegend anders als das durchschnittliche in sich gekehrte Debüt, dass man vergisst, einen Erstling gelesen zu haben.

Het Parool