Olivier Schrauwen


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Frankfurter Buchmesse
Ehrengast 2016
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Olivier Schrauwen

1977, Brügge
Musiziert.  Animiert. Zeichnet Comics.

Schrauwen studierte Animation und absolvierte eine Ausbildung als Grafiker. Sein erstes Comic-Album, My Boy (2006) (Mein Junge, 2008), war ein Volltreffer und wurde mit dem Preis für das beste flämische Debüt ausgezeichnet. Danach kamen De man die zijn baard liet groeien (2010) (Der Mann, der seinen Bart wachsen ließ, 2011) und Le miroir de Mowgli (2011). 2015 erschien Arsène Schrauwen (Arsène Schrauwen, 2016), eine (erfundene) Biographie über die Zeit seines Großvaters in Belgisch-Kongo. Schrauwen erhielt zahlreiche Preise und Nominierungen in Europa, unter anderem vier für das beste Album in Angoulême. Für Arsène Schrauwen erhielt er von der amerikanischen Society of Illustrators eine Goldmedaille. Sein Werk wurde bereits in acht Sprachen übersetzt.

De amerikanische Autor und Zeichner Art Spiegelman nennt Schrauwen „den originellsten Comic-Macher seit Chris Ware und Ben Katchor“.

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  Übersetzungen   Olivier Schrauwen   Reprodukt   Bries

Übersetzte Bücher

Arsène Schrauwen
Übersetzt von Helge Lethi
Reprodukt, 2016
Originaltitel: Arsène Schrauwen (Bries, 2015)


1947 reist Olivier Schrauwens Großvater Arsène in eine afrikanische Kolonie. Dort plant sein Cousin die Stadt von morgen, eine moderne Utopie inmitten der Wildnis. Arsène ist überwältigt von der geheimnisvollen neuen Umgebung; gleichzeitig quälen ihn Dschungelfieber, Trinksucht und die Liebe zu Marieke, der Frau seines Cousins. Eine betäubende Welle aus surrealen Albträumen und hemmungslosen Sexfantasien bricht über ihn herein. Ist dieses bizarre Land noch Realität oder längst unberechenbare Wahnvorstellung?

Olivier Schrauwens neues Buch ist eine rauschhafte Reise in das Bewusstsein seines Großvaters. In der Tradition von Joseph Conrad erforscht er die Abgründe einer ihm verwandten Seele und setzt sie um als halluzinatorisches Formenspiel.
Olivier Schrauwen nutzt die Möglichkeiten des Comic-Genres virtuos, um selektive, störanfällige Wahrnehmung darzustellen.

Tabea Soergel (Deutschlandfunk)