Stefan Hertmans


© Michiel Hendryckx
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Frankfurter Buchmesse
Ehrengast 2016
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Stefan Hertmans

1951, Gent
Vielseitig. Besonnen. Gefeiert. Ehemaliger Jazzmusiker.

Hertmans publiziert Romane, Erzählungen, Essays, Theatertexte und Lyrik. 1994 erschien Muziek voor de overtocht (Musik für die Überfahrt), ein Gedichtband, für den er den Prijs van de Vlaamse Gemeenschap voor Poëzie erhielt, eine Auszeichnung, die alle drei Jahre vergeben wird. Sein Roman Naar Merelbeke (1994) (Amselbach, 1997) wurde für den Libris Literatuurprijs nominiert. Mit Oorlog en terpentijn (2015) (Der Himmel meines Großvaters, 2014) wurde er erneut für diesen wichtigen Preis nominiert und er erhielt den AKO Literatuurprijs, die Gouden Boekenuil (Preis der Leserjury) und den Prijs van de Vlaamse Gemeenschap voor Letteren (Prosa). Der viel besprochene Bestseller wurde inzwischen in zahlreiche Sprachen übersetzt, zum Beispiel ins Deutsche, Schwedische, Japanische, Englische, Kroatische und Polnische.
Der dänische Autor Jens Christian Grøndahl bezeichnet Oorlog en terpentijn als ein “Europäisches Meisterwerk von einem Format, das man nicht mehr für möglich gehalten hätte.”

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Übersetzte Bücher

Der Himmel meines Großvaters
Übersetzt von Ira Wilhelm
Hanser, 2014
Originaltitel: Oorlog en terpentijn (De Bezige Bij, 2013)


"Man kann alles, wenn man will!", sagt der alte Mann zu seinem Enkel und schwingt sich in den Kopfstand. Die wahre Willenskraft seines Großvaters begreift Stefan Hertmans jedoch erst, als er dessen Notizbücher liest, und beschließt, den Roman dieses Lebens zu schreiben. Eindringlich beschwört er eine bitterarme Kindheit in Belgien, zeigt den 13-Jährigen, wie er bei der Arbeit in der Eisengießerei davon träumt, Maler zu werden, und stattdessen im Ersten Weltkrieg an die Front nach Westflandern gerät. Dass der Mann, der dieses Grauen überlebt, fast am Tod seiner großen Liebe zugrunde geht, ist eines der Geheimnisse, denen der Enkel auf die Spur kommt. Mit seiner Hommage an den Großvater ist Hertmans ein grandioser Roman gelungen.
... die Lektüre dieser anrührenden und tiefsinnigen Geschichte ist außerordentlich fesselnd. Herausragend ist Hermans' feinfühlige und zugleich kraftvolle, bildreiche Sprache.

Susanne von Schenck, SWR2 Forum Buch

Stefan Hertmans setzt in einem kunstvoll komponierten Roman … seinem laienhaft malenden Großvater und dessen Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg ein literarisches Denkmal, in dem er auch das Geheimnis einer großen Liebe lüftet.

Rolf Brockschmidt, Der Tagesspiegel

Krieg und Terpentin: Das ist die belgisch-zivilisierte Antwort auf Ernst Jüngers brutale Dialektik von Schönheit und Schrecken

Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung