Suzanna Jansen


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Frankfurter Buchmesse
Ehrengast 2016
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Suzanna Jansen

1964, Amsterdam
Journalistin, Autorin, Theatermacherin.

Suzanna Jansen zog nach ihrer Tanzausbildung und einem Studium der Kommunikationswissenschaften nach Moskau, wo sie als Researcherin und Korrespondentin arbeitete. Wieder zurück in den Niederlanden wollte sie einen Artikel über ein berüchtigtes Umerziehungsexperiment für arme Familien schreiben. Plötzlich kreuzte ihre eigene Familiengeschichte ihre journalistische Arbeit, und das Projekt mündete in den Bestseller Het Pauperparadijs (Das Paradies der Armen, 2016). Das Buch ist in den Niederlanden inzwischen in der 56. Auflage erschienen, die deutsche Ausgabe wird 2016 vorgestellt. Zur Zeit bearbeitet Jansen ihr Buch  als Theaterstück. 2010 erschien De pronkspiegel (Der Prunkspiegel), journalistische Geschichten aus Moskau, und ein Jahr später De hemel is goud, biografie van een race (Der Himmel ist Gold, Biographie eines Rennens), über das historische Autorennen von Paris nach Madrid im Jahre 1903.


Links

  Übersetzungen   Suzanna Jansen   Balans   WBG

Übersetzte Bücher

Das Paradies der Armen
Übersetzt von Andrea Prins
WBG / Konrad Theiss, 2016
Originaltitel: Het pauperparadijs (Balans, 2008)


Leseprobe

Als die ersten dort ankamen, galt es als ein Paradies. An einem der Häuser stand ‘Arbeit adelt’. Durch Arbeit und Bildung sollten aus Außenseitern der bürgerlichen Gesellschaft, anerkannte Mitglieder werden. Im damals größten Umerziehungslager Europas in Veenhuizen in den Niederlanden. 200 Jahre ist das her.

Die Journalistin Suzanna Jansen hat sich auf Spurensuche nach den Wurzeln ihrer Familie begeben, unerwartet stößt sie dabei auf das Lager. Ein dunkles Kapitel in der Familiengeschichte tausender Niederländer, denn das Sozialexperiment entwickelte sich rasch zu einer regelrechten Strafkolonie. Jansen beschreibt, wie ihre Familie, und vor allem die Frauen, über Generationen um einen Platz in der Gesellschaft kämpfen mussten. Gegen Vorurteile, Bevormundung und Hoffnungslosigkeit.

Ihre preisgekrönte Familiengeschichte ist dabei von verstörender Aktualität: Wie gehen wir heute mit den Armen und Schwachen um, und welche Chance haben sie in unserer Gesellschaft?



Ihre persönliche Annäherungsweise und das flüssige Erzähltempo erinnern an Das Jahrhundert meines Vaters von Geert Mak.

De Standaard

In einem Stil verfasst, der einem die Kehle zuschnürt.

Noord Hollands Dagblad

Eine beeindruckende Geschichte, in die man sofort hineingezogen wird.

De Volkskrant